Donnerstag, 16. Juni 2016

Wochenendliebe

Sommer 2014 bis Frühjahr 2015

Es ist Sommer und heiß und das erste Mal seit Ewigkeiten, kann ich fast normal essen. Wir reden viel mehr und lachen, du ziehst mich auf. Irgendwann gehen wir zusammen mit meinen Freunden in die Stadt. Ich bin betrunken und plötzlich sind wir zusammen.
Wir sind beide schüchtern und alles ist neu. Du drückst meine Hand, als wir zum ersten mal einkaufen gehen und schmeisst mich kusslos aus dem Auto. 
Wir sehen uns oft, denn es ist August und wir haben keine Schule. Du küsst mich, alles ist neu.
In der Schule reden wir manchmal. Ich berühre deinen Arm, aber merke schnell, dass du dass nicht willst. ich frage dich, wann du Y. erzählst, dass wir zusammen sind und du sagst bald. Irgendwann redest du nicht mehr mit mir, dann siehst du mich nicht mehr an. Ich schreib dir was los ist und du meinst nichts, du hattest einen schlechten Tag. Dein schlechter Tag dauert ein Jahr.
Samstags fahre ich zu dir, wenn du fragst und bleibe bis Sonntagnachmittag. Am Anfang jedes Wochenende, dann alle zwei Wochen und manchmal auch nur alle drei Wochen.
Meistens essen wir etwas am Sonntagmorgen und dannach, willst du kurz an den PC. Meistens bedeutet kurz 1- 2 Stunden, immer öfter ist kurz bis ich am Nachmittag gehe.
Wenn ich bei dir bin esse ich nicht viel. Meistens nur das Croissant, dass deine Mutter mir beim Bäcker mitbestellt, aber das ist nicht so schlimm, ich brauche nichts zu essen.
Ich bin meistens ziemlich traurig.
Unter der Woche unternehmen wir nie was, in der Schule sehen wir uns jeden Tag, aber du behandelst mich wie Luft, am Wochenende sehen wir uns nur wenn du fragst.
Manchmal schreibe ich dir ob du mich noch magst und du sagst ja. Manchmal heule ich in deinem Bett, dann kommst du her und tröstest mich ein bisschen, bevor du dich wieder an den Schreibtisch setzt. Immer wieder versprichst du, dass es besser wird in der Schule.
Ich mache tausendmal Schluss mit dir, sag dir dass du mich verletzt, dass darauf keine Lust habe, aber jedes Mal versprichst du und ich liege wieder in deinem Bett.
Irgendwann kapierst du und die Zeit die ich bei dir verbringe sind wir auch wirklich zusammen und das beinahe jedes Wochenende. An Silvester küsst du mich vor deinen Freunden, nimmst freiwillig meine Hand und ich darf auf deinen Schoß.
In der Schule bleibt alles gleich, aber jetzt spiele ich mit. ich versuche gar nicht mehr mit dir zu reden, sondern ignoriere dich ebenfalls. Alls du irgendwann auf die Idee kommst mit mir zusprechen denke ich entweder, dass du nicht mich meinst, oder gebe so knappe Antworten, dass du kapierst, dass ich keine Lust auf dich habe. Wir sind verschiedene Menschen am Wochenende und währrend der Woche. Von Samstagnachmittag bis Sonntagnachmittag sind wir irgendwie verliebt, von Montag bis Freitag tauschen wir nichteinmal Textnachrichten aus.
Hin und wieder, bricht mein harter Kern und ich frage dich, ob du mich in der Schule nicht doch mal in den Arm nehmen, oder mit mir sprechen kannst. Du versprichst, dass du es morgen machst. Du machst es nicht und wir machen weiter wie zuvor.
Wir gehen nie zusammen irgendwohin. Wenn ich dich frage ob du mit willst, hast du immer eine Ausrede parat, bis ich nicht mehr frage.
 Ist schon okay, ich bin gerne allein. Ich war schon immer allein und wer braucht schon einen Mann.

1 Kommentar:

  1. du kannst so toll schreiben. Ich liebe es von dir zu hören! Ich hoffe dir geht es gut <3

    Liebe an Dich!!
    xx Xenja

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