Du bist da und löst meine geballten Fäuste. drückst sanft
meinen Handrücken auf den Tisch und streichst die Finger glatt auf die
Tischplatte. Du lachst, fragst, was denn los ist und ob ich eine rauchen will
und wenn ich ja sage, bietest du mir doch keine deiner selbstgedrehten Kippen
an. Du hältst meine Hand und lieferst dich freiwillig als Opfer meiner
grundlosen Aggression aus. Du machst so lange Witze, bis ich nicht mehr weiß,
wieso ich auf irgendetwas einschlagen wollte. Küsst meine Stirn und trägst mich
auf die Récamiere, räumst den Tisch ab, während ich dasitze und ins Leere
starre. Nimmst mich noch etwas in den Arm, wartest ab und wenn ich wieder
sprechen kann gehst du nach draußen um zu rauchen und ich kann denken.
Montag, 27. Juni 2016
Sonntag, 26. Juni 2016
Niemals ankommen
Ich lehne mit der Schläfe gegen die Scheibe, merke schnell,
dass es eine schlechte Idee ist und schaue stattdessen in meinen Schoss. Eine
Nachricht erscheint auf dem Bildschirm meines, dort ruhenden, Handys und
erhellt das Display. Ich versuche die Nachricht nicht zu lesen und drehe das Gerät
herum. Einen Blick aus dem Fenster werfend bete ich, dass dieser verdammte Bus
doch endlich schneller fahren soll, damit ich aussteigen, atmen kann. Mir ist
schlecht von der ruckeligen Fahrt, mein Magen ist ganz flau. Eine Übelkeit, die
mich häufig in Bussen und Autos mit eingeschalteter Klimaanlage überfällt, aber
trotzdem nicht wirklich in der Fahrweise ihre Ursache findet. Insgeheim weiß
ich, woher das Flaue Gefühl eigentlich kommt, nämlich irgendwo aus dem tiefsten
Inneren meines Körpers, wo wahrscheinlich mein inneres Kind liegt und langsam verkümmert. Bereits eine
Haltestelle vor meiner schwebt meine Hand vor dem Halteknopf. Schon halb auf
den Füßen starre ich durch die Glastür hinaus, als ob der Bus so schneller im
Verkehr vorankommen würde. Als ich denke, ich könne es jetzt nicht mehr
aushalten, falle ich schon nach draußen, in gellende Hitze und brennende Sonne.
Unangenehmer als die Übelkeit ist nur stehen bleiben, also
laufe ich weiter in Richtung Heimat. An natürlich zirkulierender Luft verfliegt
meine Reisekrankheit von selbst, jetzt
kann ich auch in Ruhe auf mein Handy schauen, die Nachricht lesen und entscheiden,
dass ich sowieso nicht antworte. Jedenfalls nicht in der nächsten Stunde, damit
er sieht, dass etwas los ist. Direkt, als ich das Handy wegstecke, wird die
restliche Übelkeit von einer Mischung aus Wut und Trauer verdrängt. Die Hitze
wird unerträglich und der fünfminütige Weg stundenlang. Am liebsten würde ich
hier direkt auf dem Boden zusammenbrechen und nie wieder weiter gehen. Irgendwo
will ich sterben, aber eigentlich fehlt mir auch dazu die Kraft. Fallen und
auffangen lassen, aber wie, wenn da niemand zum Fangen ist?
Donnerstag, 23. Juni 2016
Pflaster
Frühjahr 2015 bis im verregneten Sommer 2016
Du sagst mir so oft, dass du mich lieb hast, bis ich es nicht mehr sagen muss. Du küsst mich und trägst mich herum, kümmerst dich um mich. Du deckst mich so oft zu und nimmst mich zum Einschlafen in den Arm, dass ich fast vergesse wie weh mein Herz tut und wir bröckelig alles zwischen uns ist.
Du legst deinen Arm um mich, obwohl Menschen da sind, die du nicht kennst.
Du nimmst mich in einer langen Mittagspause mit zu dir und sagst es sogar Y.. Als wir zurückfahren regnet es und du meinst, dass du mich auch früher rauslassen kannst. Ich werde trotzig und bleibe sitzen, als wir aussteigen verabschiedest du dich sofort, obwohl wir genau den gleichen weg laufen. Ich laufe mit einigen Metern Abstand hinter dir her, fühle mich währenddessen wie Abschaum. Ist doch klar, dass du mit so einem hässlichen Entlein nicht gesehen werden willst.
Ich erspare mir die Peinlichkeit, dir eine Nachricht über meine verletzten Gefühle zu schreiben und finde mich mit der Situation ab, dass du für immer mein geheimer Freund bleibst.
Fast lasse ich den Abschlussball sausen, weil ich keine Lust habe dort von dir ignoriert zu werden und mich vor meiner Oma und deiner Mutter dafür zu schämen, dass ich dir nicht gut genug für die Öffentlichkeit bin. Dann gehe ich doch hin und wie du mir versprochen hast kommst du gleich her und begrüßt mich, du küsst mich sogar. Reden willst du nicht so gerne mit mir und Fotos willst du auch nicht wirklich, aber man kann ja nicht alles haben.
Nach 13 Jahren sind wir endlich frei und genau ab dem 03. Juli wird wirklich alles gut.
Du sagst mir so oft, dass du mich lieb hast, bis ich es nicht mehr sagen muss. Du küsst mich und trägst mich herum, kümmerst dich um mich. Du deckst mich so oft zu und nimmst mich zum Einschlafen in den Arm, dass ich fast vergesse wie weh mein Herz tut und wir bröckelig alles zwischen uns ist.
Du legst deinen Arm um mich, obwohl Menschen da sind, die du nicht kennst.
Du nimmst mich in einer langen Mittagspause mit zu dir und sagst es sogar Y.. Als wir zurückfahren regnet es und du meinst, dass du mich auch früher rauslassen kannst. Ich werde trotzig und bleibe sitzen, als wir aussteigen verabschiedest du dich sofort, obwohl wir genau den gleichen weg laufen. Ich laufe mit einigen Metern Abstand hinter dir her, fühle mich währenddessen wie Abschaum. Ist doch klar, dass du mit so einem hässlichen Entlein nicht gesehen werden willst.
Ich erspare mir die Peinlichkeit, dir eine Nachricht über meine verletzten Gefühle zu schreiben und finde mich mit der Situation ab, dass du für immer mein geheimer Freund bleibst.
Fast lasse ich den Abschlussball sausen, weil ich keine Lust habe dort von dir ignoriert zu werden und mich vor meiner Oma und deiner Mutter dafür zu schämen, dass ich dir nicht gut genug für die Öffentlichkeit bin. Dann gehe ich doch hin und wie du mir versprochen hast kommst du gleich her und begrüßt mich, du küsst mich sogar. Reden willst du nicht so gerne mit mir und Fotos willst du auch nicht wirklich, aber man kann ja nicht alles haben.
Nach 13 Jahren sind wir endlich frei und genau ab dem 03. Juli wird wirklich alles gut.
Mittwoch, 22. Juni 2016
Montag, 20. Juni 2016
Wieso ist alles grau und schwarz?
Du fragst ob du mich nicht trösten kannst, das klappt sonst doch immer. Ich
kann nicht getröstet werden. Ich will nicht das du mich anfasst, alles was rund
ist an mir und viel zu fett. Ich fühle gar nichts, bin ausgesaugt, ausgelaugt,
gefühllos. Ich will schlafen und weinen, aber nichts von beidem klappt. Ich
starre auf den Bildschirm und versuche zu erklären, warum ich traurig bin, aber
es gibt keinen Grund. Minutenlang schaue ich ins Leere, bis mein
Pflichtbewusstsein sagt, dass ich arbeiten muss. Ich bin nur Traurigkeit. Sie
füllt mich aus, flutet erst mein Herz dann mein Gehirn. Alles sieht schwarz
aus. Vielleicht will ich dich doch sehen, aber dann komm her, ich hab keine
Kraft nach draußen zu gehen.
Gestern war alles gut und heute ist alles grau. Ich kann mich nicht konzentrieren, alles ist vernebelt. Wenn ich mich nicht traurig fühle, fühle ich mich hässlich und zu viel. Ich will meine Haare abschneiden und nie wieder essen, bis ich hübsch bin, dann darfst du mich wieder anfassen.
Ich will schlafen.
Gestern war alles gut und heute ist alles grau. Ich kann mich nicht konzentrieren, alles ist vernebelt. Wenn ich mich nicht traurig fühle, fühle ich mich hässlich und zu viel. Ich will meine Haare abschneiden und nie wieder essen, bis ich hübsch bin, dann darfst du mich wieder anfassen.
Ich will schlafen.
Donnerstag, 16. Juni 2016
Wochenendliebe
Sommer 2014 bis Frühjahr 2015
Es ist Sommer und heiß und das erste Mal seit Ewigkeiten, kann ich fast normal essen. Wir reden viel mehr und lachen, du ziehst mich auf. Irgendwann gehen wir zusammen mit meinen Freunden in die Stadt. Ich bin betrunken und plötzlich sind wir zusammen.
Wir sind beide schüchtern und alles ist neu. Du drückst meine Hand, als wir zum ersten mal einkaufen gehen und schmeisst mich kusslos aus dem Auto.
Wir sehen uns oft, denn es ist August und wir haben keine Schule. Du küsst mich, alles ist neu.
In der Schule reden wir manchmal. Ich berühre deinen Arm, aber merke schnell, dass du dass nicht willst. ich frage dich, wann du Y. erzählst, dass wir zusammen sind und du sagst bald. Irgendwann redest du nicht mehr mit mir, dann siehst du mich nicht mehr an. Ich schreib dir was los ist und du meinst nichts, du hattest einen schlechten Tag. Dein schlechter Tag dauert ein Jahr.
Samstags fahre ich zu dir, wenn du fragst und bleibe bis Sonntagnachmittag. Am Anfang jedes Wochenende, dann alle zwei Wochen und manchmal auch nur alle drei Wochen.
Meistens essen wir etwas am Sonntagmorgen und dannach, willst du kurz an den PC. Meistens bedeutet kurz 1- 2 Stunden, immer öfter ist kurz bis ich am Nachmittag gehe.
Wenn ich bei dir bin esse ich nicht viel. Meistens nur das Croissant, dass deine Mutter mir beim Bäcker mitbestellt, aber das ist nicht so schlimm, ich brauche nichts zu essen.
Ich bin meistens ziemlich traurig.
Unter der Woche unternehmen wir nie was, in der Schule sehen wir uns jeden Tag, aber du behandelst mich wie Luft, am Wochenende sehen wir uns nur wenn du fragst.
Manchmal schreibe ich dir ob du mich noch magst und du sagst ja. Manchmal heule ich in deinem Bett, dann kommst du her und tröstest mich ein bisschen, bevor du dich wieder an den Schreibtisch setzt. Immer wieder versprichst du, dass es besser wird in der Schule.
Ich mache tausendmal Schluss mit dir, sag dir dass du mich verletzt, dass darauf keine Lust habe, aber jedes Mal versprichst du und ich liege wieder in deinem Bett.
Irgendwann kapierst du und die Zeit die ich bei dir verbringe sind wir auch wirklich zusammen und das beinahe jedes Wochenende. An Silvester küsst du mich vor deinen Freunden, nimmst freiwillig meine Hand und ich darf auf deinen Schoß.
In der Schule bleibt alles gleich, aber jetzt spiele ich mit. ich versuche gar nicht mehr mit dir zu reden, sondern ignoriere dich ebenfalls. Alls du irgendwann auf die Idee kommst mit mir zusprechen denke ich entweder, dass du nicht mich meinst, oder gebe so knappe Antworten, dass du kapierst, dass ich keine Lust auf dich habe. Wir sind verschiedene Menschen am Wochenende und währrend der Woche. Von Samstagnachmittag bis Sonntagnachmittag sind wir irgendwie verliebt, von Montag bis Freitag tauschen wir nichteinmal Textnachrichten aus.
Hin und wieder, bricht mein harter Kern und ich frage dich, ob du mich in der Schule nicht doch mal in den Arm nehmen, oder mit mir sprechen kannst. Du versprichst, dass du es morgen machst. Du machst es nicht und wir machen weiter wie zuvor.
Wir gehen nie zusammen irgendwohin. Wenn ich dich frage ob du mit willst, hast du immer eine Ausrede parat, bis ich nicht mehr frage.
Ist schon okay, ich bin gerne allein. Ich war schon immer allein und wer braucht schon einen Mann.
Es ist Sommer und heiß und das erste Mal seit Ewigkeiten, kann ich fast normal essen. Wir reden viel mehr und lachen, du ziehst mich auf. Irgendwann gehen wir zusammen mit meinen Freunden in die Stadt. Ich bin betrunken und plötzlich sind wir zusammen.
Wir sind beide schüchtern und alles ist neu. Du drückst meine Hand, als wir zum ersten mal einkaufen gehen und schmeisst mich kusslos aus dem Auto.
Wir sehen uns oft, denn es ist August und wir haben keine Schule. Du küsst mich, alles ist neu.
In der Schule reden wir manchmal. Ich berühre deinen Arm, aber merke schnell, dass du dass nicht willst. ich frage dich, wann du Y. erzählst, dass wir zusammen sind und du sagst bald. Irgendwann redest du nicht mehr mit mir, dann siehst du mich nicht mehr an. Ich schreib dir was los ist und du meinst nichts, du hattest einen schlechten Tag. Dein schlechter Tag dauert ein Jahr.
Samstags fahre ich zu dir, wenn du fragst und bleibe bis Sonntagnachmittag. Am Anfang jedes Wochenende, dann alle zwei Wochen und manchmal auch nur alle drei Wochen.
Meistens essen wir etwas am Sonntagmorgen und dannach, willst du kurz an den PC. Meistens bedeutet kurz 1- 2 Stunden, immer öfter ist kurz bis ich am Nachmittag gehe.
Wenn ich bei dir bin esse ich nicht viel. Meistens nur das Croissant, dass deine Mutter mir beim Bäcker mitbestellt, aber das ist nicht so schlimm, ich brauche nichts zu essen.
Ich bin meistens ziemlich traurig.
Unter der Woche unternehmen wir nie was, in der Schule sehen wir uns jeden Tag, aber du behandelst mich wie Luft, am Wochenende sehen wir uns nur wenn du fragst.
Manchmal schreibe ich dir ob du mich noch magst und du sagst ja. Manchmal heule ich in deinem Bett, dann kommst du her und tröstest mich ein bisschen, bevor du dich wieder an den Schreibtisch setzt. Immer wieder versprichst du, dass es besser wird in der Schule.
Ich mache tausendmal Schluss mit dir, sag dir dass du mich verletzt, dass darauf keine Lust habe, aber jedes Mal versprichst du und ich liege wieder in deinem Bett.
Irgendwann kapierst du und die Zeit die ich bei dir verbringe sind wir auch wirklich zusammen und das beinahe jedes Wochenende. An Silvester küsst du mich vor deinen Freunden, nimmst freiwillig meine Hand und ich darf auf deinen Schoß.
In der Schule bleibt alles gleich, aber jetzt spiele ich mit. ich versuche gar nicht mehr mit dir zu reden, sondern ignoriere dich ebenfalls. Alls du irgendwann auf die Idee kommst mit mir zusprechen denke ich entweder, dass du nicht mich meinst, oder gebe so knappe Antworten, dass du kapierst, dass ich keine Lust auf dich habe. Wir sind verschiedene Menschen am Wochenende und währrend der Woche. Von Samstagnachmittag bis Sonntagnachmittag sind wir irgendwie verliebt, von Montag bis Freitag tauschen wir nichteinmal Textnachrichten aus.
Hin und wieder, bricht mein harter Kern und ich frage dich, ob du mich in der Schule nicht doch mal in den Arm nehmen, oder mit mir sprechen kannst. Du versprichst, dass du es morgen machst. Du machst es nicht und wir machen weiter wie zuvor.
Wir gehen nie zusammen irgendwohin. Wenn ich dich frage ob du mit willst, hast du immer eine Ausrede parat, bis ich nicht mehr frage.
Ist schon okay, ich bin gerne allein. Ich war schon immer allein und wer braucht schon einen Mann.
Mittwoch, 15. Juni 2016
Zum Glück bist du jetzt anders
2014, 2015 und 2016
Wenn du mich an dich drückst, versuche ich nicht daran zu denken, wie es sich an fühlt, wenn wir uns auf dem Flur begegnen, zwischen all den Menschen und ich Luft für dich bin. Wenn du über mich hinwegsiehst und alle meine Worte ignorierst, obwohl du am Wochenende noch geflüstert hast, dass du mich liebst. Mir die Haare aus dem Gesicht gestrichen hast, wir haut an haut im schwachen Nachtlicht, dass durch das Fenster in der Dachschräge fällt.
Ich will nicht daran denke, wie du mit allen um mich herum sprichst, nur mich dabei vergisst, als wäre ich der unerwünschte Sidekick meiner viel konversationsinteressanteren Freundin.
Du machst mir Frühstück, aber ich kann nur fühlen, wie du mich stundenlang vor dem Fernseher absetzt, wie das Kind, dass keiner will. Manchmal merkst du sogar wenn ich weine und du kommst her, bis ich mich wieder beruhigt habe, manchmal sogar eine ganze viertel Stunde.
Und wenn du sagst, dass mein dunkler Teint so schön ist, höre ich nur wie du spöttisch meine braune Hand betrachtest, die Hautfarbe, die ich so hässlich an mir finde, und sagst, dass gebräunte Haut schneller altert.
Früher hast du was du an mir magst verpackt in Spott und mich ganz durcheinander gebracht.
Ich weiß, dass du das gemacht hast, weil du nicht zugeben wolltest, dass du mich magst. Dass du nicht nur Sex willst, sondern auch Dinge, die Vielleicht nicht ganz so männlich erscheinen...
"Es würde mir nichts ausmachen, wenn deine Haare kürzer wären. Kannst sie gerne kürzer schneiden."
"Ich mag deine Haare, die sind schön"
"Trag das nicht so, dass sieht komisch aus."
"Ich war zu schüchtern dir zu sagen wie gut du aussahst"
Wenn du mir sagst ich soll nicht so anhänglich sein - wir sehen uns alle ca. zwei Wochen für eine Nacht und schreiben ungefähr an einem Tag in der Woche einen Satz.
Und du schiebst mich weg, nach dem Sex, weil dir die Nähe zu viel wirst.
Du ekelst dich vor meinem Körper, meiner Haut an deiner und meiner Stimme, die mehr will als sieben Minuten im Himmel.
Ich ekle mich vor mir selbst, vor meinem widerlichen Wunsch wenigstens in der Öffentlichkeit mit dir reden zu dürfen und die 24 h, in denen ich in der Woche mit dir sprechen kann, mehr als 5 h Aufmerksamkeit zu bekommen, wenn du mir schon sagst, dass du mich liebst.
Aber was kann ich schon verlangen, wenigstens gibt es einen auf der Welt, der mich manchmal berührt und manchmal liebt.
Freitag, 10. Juni 2016
Kunst
Draußen brennt die Sonne, aber in der Galerie ist die Temperatur herunter gekühlt um die Bilder zu schützen. Wir müssen keinen Eintritt zahlen, weil wir jünger geschätzt werden als wir sind. Ich bin aufgeregt und glücklich. Frage ihn noch mal, ob es ihm wirklich nichts ausmacht mit mir hier zu sein und er strahlt und sagt nein. Ich nehme seine Hand und ziehe ihn die Treppe hinauf. Neben dem Personal sind wir ganz allein. Brav zeigen wir unsere Tickets, lassen uns mustern. Ich bin stolz darauf, dass wir jung und hier sind. Wir flüstern, trauen uns nicht lauter zu reden, obwohl wir kaum jemanden stören würden. Er macht keine Witze über meine Begeisterung, während ich nicht aufhören kann zu erzählen was ich weiß und sieht so ernsthaft interessiert aus, wenn er die Bilder betrachtet, dass ich ihn nur noch mehr lieben kann. Er sagt was er schön findet und wir lachen über Abstaktionen und völlig einfarbige Leinwände, rätseln über die Bedeutung der Kunstwerke und über die Intention des Künstlers. Abwechselnd lesen wir uns gegenseitig von den Informationstafeln vor.
Irgendwann stehen wir wieder draußen, neben Baustellen und vielbefahrener Straße. Ich drücke seine Hand, küsse seinen Oberarm, an mehr von ihm komme ich nicht heran, und kann nicht in Worte fassen was ich für ihn fühle. Ich muss nichts sagen, denn er weiß schon was ich denke.
Irgendwann stehen wir wieder draußen, neben Baustellen und vielbefahrener Straße. Ich drücke seine Hand, küsse seinen Oberarm, an mehr von ihm komme ich nicht heran, und kann nicht in Worte fassen was ich für ihn fühle. Ich muss nichts sagen, denn er weiß schon was ich denke.
Montag, 6. Juni 2016
Lagerfeuer
Es ist Nacht, kalt und dunkel. Der Regen, der gegen das Fenster in der Dachschräge hämmert hält dich wach und ich bin wach, weil ich nicht schlafen will. Wir sind vergraben unter zwei Decken, meine Haare sind noch nass. Weil ich weiß, dass du nicht schlafen kann, suche ich mit Fingern nach deiner Haut. Du bist ganz warm. Meine Finger tasten nach mehr und ich finde deinen Arm und du meine Hand. Wir bauen uns eine Höhle aus den Decken, machen dein Feuerzeug an und schauen in die Flamme, bis die Luft zu knapp wird. Wir flüstern, obwohl wir alleine sind und niemand uns hören kann. Dann regnet es nicht mehr.
Donnerstag, 2. Juni 2016
Rot und Blau
Ich lehne mich gegen eine deiner harten Kanten, du hast so viele. Ich stoße an, ich will dich spüren und wie spürt man besser als wenn es schmerzt?
Wenn du auf mir liegst, dann pack zu. Halt dich fest, an meinen Armen, meiner Schulter und meiner Kehle und vor allem pack mein Herz. Lass Spuren da. Ich will sehen, dass wir da waren, das wir zusammen waren und eins. Ich will sehen, wo du mich berührt hast, die blauen Stellen, die deine Hände hinterlassen.
Wenn du mich küsst, dann beiss mir in die Lippe, bis es blutet und alles salzig schmeckt und metallisch und nach mir, damit ich weiß, dass ich hier bin.
Drück meinen Kopf in die Kissen, bis ich keine Luft mehr bekomme und fühle, dass ich lebe, denn wer lebt muss atmen. Raub mir den Atem. Lieb mich. Lieb mich bis ich mich auch liebe.
Wenn du auf mir liegst, dann pack zu. Halt dich fest, an meinen Armen, meiner Schulter und meiner Kehle und vor allem pack mein Herz. Lass Spuren da. Ich will sehen, dass wir da waren, das wir zusammen waren und eins. Ich will sehen, wo du mich berührt hast, die blauen Stellen, die deine Hände hinterlassen.
Wenn du mich küsst, dann beiss mir in die Lippe, bis es blutet und alles salzig schmeckt und metallisch und nach mir, damit ich weiß, dass ich hier bin.
Drück meinen Kopf in die Kissen, bis ich keine Luft mehr bekomme und fühle, dass ich lebe, denn wer lebt muss atmen. Raub mir den Atem. Lieb mich. Lieb mich bis ich mich auch liebe.
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