Dienstag, 22. Dezember 2015

Nächstenleibe

Mit 14 denke ich, dass niemand mich liebt. Ich fühle mich wertlos. Ich weine viel.

Mit 16 denke ich, dass jeder mich hasst. Ich bin schlecht gelaunt, aggressiv. Selbstsüchtig.

Mit 18 merke ich, dass man mich liebt. Ich höre auf ständig alles zu hinterfragen. Ich fange an mich selbst etwas mehr zu lieben. Zum ersten Mal nach 4 Jahren vergesse ich das Essen beinahe - nicht zu essen, sondern ständig über das Essen nach zu denken. Ich halte mein Gewicht, fast ein Jahr, ständig im unteren Bereich, aber es bleibt konstant.
Ich akzeptiere meinen Körper.
Ich werde geliebt, weil ich mich besser selbst lieben kann.

Mit 19 weiß ich immer noch, dass ich geliebt werde, aber ich vergesse mich selbst zu lieben. Ich falle zurück in alte Muster. Muster in denen ich mich wohl fühle. Struktur. Ich liebe Struktur, sie gibt mir Sicherheit.

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