Montag, 15. Februar 2016

17,0

2011

Den ganzen Tag wandern wir über die Messe, sehen uns Stände zu Berufen und Schulen an. Ich bin fasziniert von Privatschulen und Dualenstudiengängen. Wir stecken Kulis, Blöcke und Broschüren ein, ich träume davon alleine zu wohnen, zu studieren.
Irgendwann tun mir die Füße weh, mein Magen verkrampft sich vor Hunger. Das Gefühl breitet sich wohlig in meinem Körper aus.
Irgendwann komme ich nach Hause, im Bus habe ich mir vorgestellt was meine Mutter wohl gekocht hat und wie es schmeckt. Beinahe bin ich eingeschlafen. Als ich die Türe aufschließe und in die Küche gehe zerplatzen meine Träume, denn meine Mutter schläft. Heute bin ich nicht enttäuscht, ich kann mich in Ruhe wiegen.
Die Waage steht in meinem Zimmer neben dem Schreibtisch. Mein Magen knurrt, als ich die Füße auf das kühle Glas stelle. Überraschung. So wenig. Ein ganzes Kilo unter meinem Zielgewicht. Glück, dann Angst. Mehr will ich wirklich nicht abnehmen. Ich gehe in die Küche und schneide mir eine Mango zu recht. Platziere mich neben meiner Mama und versuche das Glücksgefühl nicht der Angst überwiegen zu lassen. Ich will schließlich nicht krank werden.

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